Gleichschritt war gestern
Seit vielen Jahren lernen unsere Schülerinnen und Schüler nach zeitgemäßen pädagogischen Methoden. Wir wissen, dass sich Lernen nicht im Gleichschritt vollzieht. Denn jeder Schüler ist eine individuelle Persönlichkeit. In einem guten Unterricht werden viele Möglichkeiten geschaffen, jeden einzelnen Schüler individuell zu fordern und zu fördern.
Bereits in der Vorschule und in der Grundschule gibt es Stationenlernen: Schüler lernen allein und in Gruppen an einzelnen Stationen in der Klasse zu einem umfangreicheren Thema. Dabei können sie Reihenfolge und Arbeitsgeschwindigkeit selbst steuern. Bei der Wochenplanarbeit werden über den Zeitraum einer Woche individuell Aufgaben bearbeitet, bei denen die Schüler Einfluss auf Intensität und Abfolge ihrer Arbeitsschritte haben und individuelle Rückmeldungen erhalten.
Projektunterricht wird bei uns groß geschrieben: In der Grundschule gibt es Projektwochen, in der Sekundarstufe I wöchentlich eine Projektsequenz. Schüler arbeiten dabei fächerübergreifend und handlungsorientiert an größeren Vorhaben sowohl in der Schule als auch außerhalb. Oft wird ein Projektthema mit einer Schülerpräsentation abgeschlossen.
Eine Vielzahl von Kursen ergänzten unseren Unterricht: Ab der Grundschule können Ganztagskurse und zusätzlich ab Klasse 7 Wahlpflichtkurse besucht werden. In kleineren Gruppen kann jeder individuell das betreiben, lernen und vertiefen, was sie und er gern möchte.
In der Sekundarstufe I führen unsere Schüler ein zweiwöchiges Projekt zur individuellen Kompetenzfeststellung, Profilbildung und Lernplanung (KomPro) außerhalb der Schule durch. Dies wird erweitert durch zwei Betriebspraktika (in Klasse 8 und 9) und ein Sozialpraktikum in Klasse 10.
In vielen Klassen der Sekundarstufe I wird mit Kompetenzrastern gearbeitet. Damit erhalten die Schüler schon zu Beginn des Unterrichts eine Tabelle (das Kompetenzraster), in der die Anforderungen für jedes Leistungsniveau eines größeren Unterrichtsthemas genau beschrieben sind. Die Schüler wissen, was von ihnen erwartet wird, um eine bestimmte Leistung zu erzielen und können ihren Arbeitseinsatz und –umfang darauf ausrichten. Sie können zielgerichtet arbeiten und ihre eigenen Leistungen realistisch einschätzen. Über ihre Arbeit und das Erreichen ihrer Kompetenzen führen sie ein detailliertes Logbuch. Durch Kompetenzraster und Logbuch sind auch Eltern jederzeit über den Leistungsstand ihrer Kinder informiert. So arbeiten erfolgreiche Schulen im Ausland und einige besonders engagierte in Hamburg.
Über unsere Arbeit berichtete das Bramfelder Wochenblatt am 07. Februar 2007. Den Artikel können Sie sich hier ansehen.