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Weltmeisterlicher Vorlesewettbewerb

Am 16. April – 10 Tage vor seiner Titelverteidigung – war Zsolt Erdei in unserer Schule und hat an einem "Lesewettbewerb" teilgenommen. Warum das?

Zsolt Erdei hat als Profi-Boxer zur Geburt seines Kindes ein Kinderbuch verfasst. Und nun haben acht Schülerinnen und Schüler aus Kinderbüchern vorgelesen. Das Publikum bestand aus Grundschülern, die gespannt zuhörten. Neben unseren Deutschlehrerinnen und Dr. Jonczyk, unserem Sportpädagogen, war der Boxweltmeister Erdei als Kinderbuchautor in der Jury.

Boxer Erdei, der mit viel Geduld und Spaß unzählige Fragen nach Hobby, Wettkämpfen und seinem Kinderbuch beantwortete, hörte den Vorlesern aufmerksam zu und bewertete gewissenhaft die Leseleistungen. Jeder Vorleser stellte sich und das Buch vor, gab eine dreiminütige Leseprobe und berichtete über den Fortgang der Geschichte.

Nach einer Beratungsrunde der Jury stand das Ergebnis fest. Mit einem Paar Boxhandschuhen belohnte Erdei die Siegerin Bianca (Kl. 6a). Einen tollen zweiten Platz erlas sich John (Kl. 7a). Viel Anerkennung fand auch Sabrin (Kl. 10b).

Alle erhielten von Zsolt Erdei kleine Boxhandschuhe und eine Urkunde. Schüler, Sportler, Lehrer und Schulleitung waren sehr zufrieden mit den Lese-leistungen aller Schülerinnen und Schüler.

  

„Ich betrete den Freizeitraum der Grundschule, in dem der Vorlesewettbewerb stattfinden soll und sehe als erstes das Mikrofon, da wird mir schon ein bisschen mulmig. Allmählich füllt sich der Raum und ich sehe auch noch Leute vom ZDF; doch meine Lehrerin beruhigt mich und sagt mir, dass ich ruhig und immer locker bleiben soll. Dann betritt Zsolt Erdai den Raum. Fotos werden geschossen und Vorbereitungen werden getroffen. Ich hätte ihn gar nicht erkannt, denn einen Boxer, zumal einen Weltmeister, stelle ich mir ganz anders vor. Er lässt sich jede Menge Zeit für die Fragen unserer Grundschüler.

Als ich mit dem Vorlesen dran bin, verfliegt meine Angst und ich lese den Grundschülern mein Buch vor und zeige ihnen die Bilder. Es bringt mir richtig Spaß, den Kindern eine Geschichte vorzulesen. In dem Moment geht es mir nicht mehr darum, ob ich gewinne oder nicht. Ich nehme nicht einmal Notiz von der Jury.

Es ist auch keine Überraschung , dass die beiden Jüngeren die ersten  beiden Plätze belegen. Sie haben wirklich gut gelesen.

Bei der Preisverleihung merke ich wieder, was für ein sympathischer Mensch Zsolt Erdei ist. Er gibt jedem einzelnen Kind sein Autogramm und redet mit ihm.

Am Ende bin ich froh bei dieser Veranstaltung mitgemacht zu haben, denn es hat mir wirklich Spaß gemacht.

Sabrin Blok-Bachi, 10b

Ich musste gegen sechs Zehntklässler  und einen Siebtklässler antreten. Ich bin dahin gekommen und dachte „Oh Gott, ich schaffe das sowieso nicht gegen die Zehntklässler. Doch dann wurde es interessant: Der Boxer Zsolt Erdei kam zu dem Lesewettbewerb, weil er selbst ein Bilderbuchautor ist. Er saß mit in der Jury. Und dann ging es los, jeder musste drei Minuten vorlesen. Als alle fertig waren, ging  die Jury zur Beratung und ich hatte das Gefühl, dass einer der Zehntklässler gewonnen hatte. Ich saß ganz ruhig auf meinem Platz und dachte nach. Dann kam eine aus der 10. Klasse zu mir und sagte: „Glückwunsch, du hast gewonnen. Ich? Gar nicht wahr, die macht doch nur einen Scherz!

Die Preisverleihung begann und Frau Alexander sagte: „Und den ersten Platz hat unsere jüngste Teilnehmerin gemacht.“ Ich war sprachlos. Dann überreichte mir Zsolt Erdei eine Urkunde und ein Paar Boxhand-schuhe mit seiner Unterschrift. Als ich dann zu Hause war, war ich überglücklich.      Bianca, 6a